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Tag >> Reisen & Umwelt
Reisen & Umwelt 6 Mär 2010
fox
Top Ten der gefährlichsten Straßen der Welt by fox Kommentar (0)
Straßenverkehr fordert jährlich weltweit 1,3 Mio. Todesopfer

Statistiken der Association for Safe International Road Travel (ASIRT) http://www.asirt.org zufolge, sterben jährlich weltweit rund 1,3 Mio. Menschen im Straßenverkehr, zwischen 20 und 50 Mio. werden verletzt. Die Zahlen zeigen, dass Folgen von Verkehrsunfällen zu einem globalen Problem der öffentlichen Gesundheit geworden sind. 

Die Organisation ASIRT hat für 178 Länder eine Liste über allfällige Risiken im Straßenverkehr erstellt. Ziel ist es, die Zahl der Schwerverletzten und Toten zu senken. Jährlich werden von verschiedenen Medien Listen über die gefährlichsten Straßen der Welt publiziert. Die jüngste Top-Ten-Liste stammt aus dem Motormagazin V-Zine. 

Boliviens Andenstraße in Führung
Immer noch führt die legendäre North Yungas Road in Bolivien dieses Ranking an. Die Straße zwischen La Paz und Coroico ist 70 Kilometer lang und schlängelt sich auf Höhen von bis zu 3.500 Meter durch die Anden. Bis zur Errichtung einer Ausweichroute im Jahr 2006 haben dort jährlich zwischen 200 und 300 Menschen ihr Leben gelassen. Grund für das hohe Unfallpotenzial sind unübersichtliche Haarnadelkurven, Erdrutsche, plötzliche Wetterumschwünge und generell riskante Fahrweisen.

Auch die zweitgefährlichste Straße liegt in Südamerika, nämlich in Brasilien. Sie verbindet Porto Alegre mit Rio und ist 1.550 Kilometer lang. Der mittlere Abschnitt der "BR116" - zwischen Curitiba und Sao Paulo - wird aufgrund steiler Klippen, schlechter Straßenverhältnisse und unbeständigen Wetter "Rodovia da Morte" genannt.

Horrorstrecken der Welt
Die rasante Zunahme des Autoverkehrs hat die Unfallstatistik Chinas nach oben katapultiert. Experten gehen davon aus, dass dort mindestens 100.000 Menschen jährlich im Straßenverkehr sterben. Die gefährlichste Straße Chinas führt allerdings durch dünn besiedeltes Gebiet und verbindet die Provinz Sichuan mit Tibet. Auf 2.412 Kilometern Länge führt die Strecke über mehrere 4.000 und 5.000 Meter hohe Berge. Erdrutsche und Lawinen gefährden hier die Sicherheit. 

Die gefährlichste Straße Mittelamerikas ist der Abschnitt des Pan American Highway in Costa Rica - zwischen San Isidro de El General und Cartago. Von Einheimischen wird diese Strecke, die durch bergige Regionen führt, Cerro de la Muerte (Hügel des Todes) genannt. Eine sehr gefährliche Route in Europa ist die Nord-Süd-Verbindung an der kroatischen Adriaküste. Gefährlich sind die zum Teil unübersichtlichen Kurven ohne Markierungen und Leitplanken. Erschwerend hinzu kommt die "rasante Fahrweise" der Einheimischen. 

Gefährliche Schönheiten in exotischer Umgebung
Landschaftlich sehr reizvoll, aber sehr gefährlich ist auch der 40 Kilometer lange Weg vom Pan American Highway zum Cotopaxi Nationalpark in Ecuador. Nur geringe Niederschläge reichen aus, um die Flussüberquerung ohne Brücke zu einer Gefahr für Leib und Leben zu machen. 

Ägypten ist unter Reisenden sehr beliebt. Das gilt auch für die Verbindungsstraße von Luxor nach Hurghada. Die Straße führt durch ein Banditengebiet, daher wird dazu geraten nur im Konvoi zu fahren. Während der Nacht schalten Autolenker häufig ihre Scheinwerfer ab, was die Situation zusätzlich verschärft. 

Zu einer Todesstrecke Europas wurde ein 40 Kilometer langer Abschnitt der A44 vom englischen Oxford nach Aberystwyth in Wales erklärt. Zwischen Leominster und Worchester ist es immer wieder zu sehr schweren Unfällen gekommen. Eine berüchtigte Straße ist auch die Verbindung zwischen dem griechischen Patiopoulo und Perdikaki. Die Bergroute gilt aufgrund ihrer Verkehrsdichte und ihres schlechten Zustands als Todesstrecke.

Traurige Verkehrsstatistik in Indien
Indien zählt zu den Ländern mit den weltweit meisten Verkehrstoten. Mehr als 100.000 Menschen sterben jährlich auf Indiens Straßen. Trauriger Spitzenreiter ist die 2.500 Kilometer lange "Great Trunk Road". Die Straße ist eine der ältesten Verkehrswege Südasiens und verbindet die östlichen mit den westlichen Regionen des Subkontinents. Wie auf vielen Verkehrswegen Indiens herrscht hohe Verkehrsdichte und undiszipliniertes Fahrverhalten.

"Die extrem rasche Massenmotorisierung ist ein Mitgrund, warum es zu solchen horrenden Opferzahlen kommt", meint der Verkehrsexperte Martin Blum vom VCÖ http://www.vcoe.at. Im europäischen Vergleich liege Österreich in dieser Statistik im schlechten Mittelfeld. In puncto Verkehrssicherheit gelten Schweden und die Schweiz als absolute Spitzenreiter.

ASIRT hat gemeinsam mit der WHO die Broschüre "Faces Behind The Figures" publiziert, die Verkehrsunfallopfern ein menschliches Gesicht geben sollen. Die Broschüre steht unter http://www.asirt.org/Portals/0/facesbehindfigures.pdf zum Download.
Reisen und TourismusReisen & Umwelt 30 Dez 2009
admin
Jets tragen vier bis acht Prozent zum Klimawandel bei by admin Kommentar (0)
Der Flugverkehr trägt zwischen vier und acht Prozent zur Klimaerwärmung bei. Das entspricht in etwa einem Temperaturäquivalent von 0,03 bis 0,06 Grad Celsius auf der ganzen Welt. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Stanford University in Palo Alto beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union http://www.agu.org.


Die Analyse der Atmosphärenforscher hat allerdings noch ein weitaus dramatischeres Bild für die Nordpol-Region gezeigt. Denn in dieser sensiblen Zone ist Flugverkehr für 15 bis 20 Prozent an der Erwärmung verantwortlich. Die Resultate dieser Analysen könnten für einen Wechsel in der Beurteilung des Flugverkehrs in den Klimaschutz führen.

Spuren von jährlich 35 Mio. kommerziellen Flügen

Rund 35 Mio. kommerzielle Flüge werden weltweit jährlich durchgeführt. Studien in Europa haben gezeigt, dass Regierungen nun ernstlich darüber nachdenken, eine CO2-Steuer auf den Flugverkehr einzuheben. Bisher haben Studien nur geschätzt, welche Auswirkungen die kommerzielle Luftfahrt auf das Klima hat. 

Die aktuelle Untersuchung von Mark Jacobson hat erstmals Emissionsdaten von 2004 bis 2006 verwendet, um die Auswirkungen auf das Klima zu untersuchen. Dazu haben die Wissenschaftler ein Modell der Flugzeug-Emissionen erstellt, das den Einfluss auf die atmosphärische Zusammensetzung, die Bewölkung sowie die physikalischen Eigenschaften von Emissionen - insbesondere Ruß - berücksichtigt. 

Emissionen nicht überall gleich schädlich

Viele vorhergehende Studien kommen zum Schluss, dass Emissionen aus dem Flugverkehr überall die gleichen Schäden anrichten. Mit der nunmehrigen Untersuchung konnten die Wissenschaftler dies allerdings widerlegen. Die Flugzeuge sorgen für einen Zuwachs von Cirrus-Wolken, in Gebieten wo Kondensstreifen häufig auftraten. 

In anderen Regionen sorgen sie hingegen für einen Anstieg der Temperaturen in der unteren Atmosphäre. Zudem reduzieren sie dort die relative Feuchtigkeit. Wenn die Rußmenge, die emittiert wird, um das 20-fache reduziert werden könnte, würde man die Erwärmung aufhalten und sogar für eine Abkühlung sorgen, meint Jacobson.
Reisen und TourismusReisen & Umwelt 5 Dez 2009
admin
Erziehungsmaßnahme zum Öko-Tourismus by admin Kommentar (0)
Antillen-Insel Dominica als wanderbares Regenwaldparadies

Die kleine Antilleninsel Dominica gehört zu den Geheimtipps für Öko-Tourismus-Begeisterte. Um diese Art des Fremdenverkehrs auch im eigenen Land zu promoten und um die Bedeutung einer intakten Umwelt hervorzuheben, setzt die Discover Dominica Authority http://www.dominica.dm mit Unterstützung der Organization of the American States OAS auf ein Förderprogramm für die Tourismuswirtschaft. Ein wichtiger Teil des Programms sind Theatervorführungen in 14 Schulen und 13 Gemeinden, in denen Themen wie Erhalt der Umwelt, touristische Projekte und berufliche Möglichkeiten für Einheimische thematisiert werden. 


"Ziel ist es, die Bedeutung des nachhaltigen Tourismus stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und ein proaktives Verhalten wie etwa die Verbesserung des Kundenservices, zu bewirken", so Kirsten Boucard, Geschäftsleiterin des Dominica Tourist Office für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zur Verdeutlichung spielen beim Theaterstück zwei Charaktere, das Maskottchen Sisserou - der Wappen-Papagei - und das "Anti-Maskottchen" - der Esel - die Hauptrolle. 

Umweltschutz als zentrales Thema

Im 30-minütigen Theaterstück, das in erster Linie auf den Wert der Umwelt und Natur hinweist und die Öffentlichkeit für diese Themen aufmerksam machen, geht Sisserou immer als Sieger hervor. Nach der Aufführung steht eine öffentliche Diskussion am Programm. Dabei sollen eventuell ungeklärte Fragen für die jeweilige Gemeinde zur Sprache kommen. 

Die insgesamt 750 Quadratkilometer große Insel Dominica, die zwischen den beiden Französische Übersee-Departements Martinique und Guadeloupe liegt, wird in Kürze über einen insgesamt 184 Kilometer langen Wanderweg - das Waitukubuli National Trail Project - verfügen. Mit Unterstützung der EU und des Regierungspräsidiums von Martinique wird dieser Trail nach seiner Fertigstellung mehrere bereits existierende Pfade miteinander verbinden. 

Naturtrail führt durch UNESCO-Weltkulturerbe

"Einige der Wege wurden vor Jahrhunderten von den Ureinwohnern Dominicas, den Kalinagos, angelegt", so Boucard. Das Besondere an diesem Trail ist auch, dass er durch die verschiedenen Landschaften und Vegetationszonen der Insel führt. Ein Höhepunkt des Trails ist das Emerald Pool, der Morne Trois Pitons Trail im gleichnamigen Nationalpark, der 1997 wegen der großen Biodiversität zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde. 

"Mit diesem Projekt trägt die Regierung den Bestrebungen der Insel Rechnung, einen ganzheitlichen Tourismus nach internationalen Standards voranzubringen und damit gleichzeitig die Attraktivität der Destination und somit den Tourismus zu stärken", so Boucard. 2007 hat die Karibikinsel rund neun Mio. Euro als Fördermittel aus dem EU-Entwicklungshilfeetat erhalten. Ein Teil davon ist in die Realisierung des Waitukubuli Trail Projekts geflossen. 
Reisen & Umwelt 19 Nov 2009
admin
Experte fordert: Reisen muss teurer werden by admin Kommentar (0)
Die weltweite Reisebranche muss sich auf umfangreiche Veränderungen im Hinblick auf den Klimawandel einstellen. Zu diesem Schluss kommt der Mobilitäts-Experte Stefan Gössling, Professor im Fachbereich Service-Management an der Universität Lund http://www.msm.lu.se. Reisen müsse teurer werden, wenn wir Emissionen einsparen wollen, so Gössling. Es sei dringend notwendig die Rahmenbedingungen kritisch zu hinterfragen. 


"Mobilität muss gerecht werden und das impliziert auch die Tatsache, dass sie ihren Preis haben muss", erklärt Gössling. Die Billigflug-Unternehmen haben die Zunahme des weltweiten Flugverkehrs induziert. "Dadurch, dass den Menschen gezeigt wurde, dass das Fliegen nichts kostet, wurde die Lust am Wegfliegen geweckt." Es gebe nur ein "gefühltes", aber kein wirklich existierendes Menschenrecht auf Mobilität, denn für einen Großteil der Weltbevölkerung gebe es das nicht. Zudem stehe das Problem des Klimawandels diesem angenommenen Recht entgegen.

Klimawandel als Chance für Trendwende
Der Klimawandel sei eine Chance. Um diesen auch als solche wahrzunehmen, werden sich verschiedene notwendige Trends abzeichnen. "Es wird von kürzeren zu längeren Aufenthalten auf Reisen kommen, Nahziele werden ebenso bevorzugt wie emissionseffiziente Transportmittel", so Gössling. Es werde von "falschen" zu "richtigen" Ausgaben, hin zu Leistungen mit günstiger Öko-Effizienz und von einer erhöhte Rentabilitätsquote in der touristischen Wertschöpfungskette kommen. "Wir brauchen den richtigen Tourismus", fordert Gössling. 

"Wie in allen anderen Branchen steht auch im Tourismus die kapitalistische Maxime der Wachstumsmaxime ohne Beschränkung im Vordergrund", erklärt der Forscher. Und genau diese müsse durchbrochen werden, denn es sei nicht zielführend den Fremdenverkehr so auszubauen, dass dafür Arbeitskräfte von weit entfernten Ländern eingeflogen werden müssen. Das sei in verschiedenen Dritteweltländern, aber auch in Europa geschehen. 

Gravierende Einschnitte in manchen Branchen
Es werde Branchen geben, denen gravierende Einschnitte bevorstehen. "Die Fokussierung auf das Langstrecken- bzw. Fernreisegeschäft wird über lang oder kurz zu Problemen führen", so der Fachmann. Nicht nur die Langstreckenflüge, sondern beispielsweise auch die Kreuzfahrtreisen sind hinsichtlich der Emissionen sehr problematisch. Pro Tag und Person werden 100 bis 200 Kilogramm CO2 ausgestoßen, hinzu kommt die An- und Abreise, die oft mit dem Flugzeug erfolgt. 

Eine Flug-Kreuzfahrt-Kombination könne schnell das Vielfache eines "nachhaltigen" Jahres-Emissions-Budgets einer Person betragen. "Wenn wirklich Emissions-Einsparungen im Tourismussektor erreicht werden sollen, bedarf es einer Kombination aus technologischem Fortschritt und einer Veränderung im Mobilitätsverhalten der Reisenden", so Gössling. "Wir müssen lernen, mit unserem persönlichen Energie-Budget zu leben und das heißt beim Reisen, grob gesagt, nähere Destinationen und längere Aufenthalte."

Handlungsbedarf sieht der Experte aber auch bei den Bahnreisen. "Hier liegt immer noch sehr viel im Argen, vor allem was die Infrastruktur und die Buchungsbequemlichkeit anlangt." Dennoch führe kein Weg an einer nachhaltigeren Gestaltung des Fremdenverkehrs vorbei. "Die Folgen des Klimawandels fordern heute bereits jährlich 300.000 Opfer in Entwicklungsländern." Eine verzögerte Reaktion des Wirtschaftssektor Tourismus auf die globale Klimaerwärmung würde zu einer späteren Kostenexplosion führen.
schon gewusstReisen & Umwelt 24 Mai 2009
admin
Zentralafrikanisches Gabun als neues Eco-Tourismus-Ziel by admin Kommentar (0)
Ein internationales Forscherteam hat im zentralafrikanischen Gabun den weltgrößten Nistplatz von Lederschildkröten entdeckt. Im Fachmagazin Biological Conservation berichten die Forscher um Matthew Witt von der University of Exeter http://www.exeter.ac.uk über die größte Lederschildkrötenpopulation der Welt. Ganz sicher sind sich die Wissenschaftler allerdings im Hinblick auf die Zahl der Schildkröten noch nicht: Die Schätzungen der nistenden Weibchen liegt zwischen rund 16.000 und 41.000. Mit der Studie wolle man auf die notwendigen Schutzmaßnahmen in Zentralafrika aufmerksam machen. 


Lederschildkröten haben unter allen Reptilien den geografisch weitesten Lebensraum und sind zudem die größten lebenden Schildkröten der Erde. Die Tiere erreichen eine Panzerlänge von bis zu zwei Metern und ein Gewicht von 540 Kilogramm. Rein zoologisch betrachtet gehören sie nicht zu den Meeresschildkröten, da sie anders als alle anderen Schildkröten keinen typischen Rückenschild mit Hornschuppen besitzen. Ihr loser zusammenhängender Knochenpanzer ist von einer dicken lederartigen Haut umgeben. Lederschildkröten leben als Hochseebewohner in allen tropischen und subtropischen Meeren. Die Schildkröten sind sehr starke Schwimmer und können Tauchtiefen von bis zu 1.200 Metern erreichen. 

Wie alle echten Meeresschildkröten sind auch die Lederschildkröten in ihrem Bestand gefährdet. Gründe dafür sind die Jagd, die Entnahme von Eiern aus den Nestern sowie die Fischerei. Ein weiteres großes Problem stellt der im Ozean treibende Müll dar, der einerseits zur tödlichen Falle werden kann, andererseits mit Nahrung verwechselt und verzehrt wird. Das Forscherteam der Exeter University, gemeinsam mit Vertretern der Wildlife Conservation Society http://www.wcs.org, hat an der 600 Kilometer langen Küste des zentralafrikanischen Staates zwischen 2002 und 2007 die bisher genaueste Studie an Lederschildkröten durchgeführt. Erst seit 1984 war bekannt, dass die Schildkröten an Gabuns Küste nisten. 

"Wir haben zwar gewusst, dass Gabun ein großer Lederschildkröten-Nistplatz ist, aber die Dimension war uns bisher nicht bekannt", so Witt. Nun arbeite man mit lokalen Einrichtungen in Gabun daran, diese Nistplätze zu schützen. Co-Autorin Angela Forman von der Wildlife Conservation Society empfiehlt zum Schutz der Schildkröten-Population die Schaffung eines Netzwerks von Nationalparks. 

Doch das rund 270.000 Quadratkilometer große Gabun hat in Sachen Natur weit mehr zu bieten als nur die größte Lederschildkrötenpopulation. An der Küste können auch regelmäßig Buckelwale und Delfine beobachtet werden. Gabun will daher in Zukunft auch als Reiseziel reüssieren. Bei der diesjährigen ITB-Berlin war das Land erstmals mit Gabontour http://www.gabontour.ga vertreten. Beworben wurde dabei vor allem die Umwelt mit den drei Großlandschaften: der Küste, dem Regenwald und der Savanne. Gabuns weite Küste ist ein Mekka für alle, die Wassersportarten und Natur lieben. Darüber hinaus bietet der Regenwald im Landesinneren eine Fülle von Ausflugsmöglichkeiten. Highlights sind die Wasserwege am 1.200 Kilometer langen Ogooue-Fluss und zahlreiche Naturreservate mit einzigartiger Flora und Fauna. Dreimal wöchentlich fliegt Air France http://www.airfrance.fr von Paris nach Libreville. Die Flugzeit von Frankreich nach Gabun beträgt rund sieben Stunden. 

Satelliten-Tracking der Schildkröten http://www.seaturtle.org/tracking/?project_id=340
Reisen & Umwelt 6 Mär 2009
fox
Antarktis Tourismus schwächelt - Ökologen atmen auf by fox Kommentar (0)

Reisen zum Südpol sind zwar heiß begehrt, aber verhältnismäßig teuer. Die weltweite Wirtschaftskrise hat nun dazu geführt, dass die Zahl der Antarktis-Besucher im Südsommer 2008/2009 massiv zurückgegangen ist. Waren es 2007/2008 noch insgesamt 46.000 Reisende, werden die aktuellen Besucherzahlen auf nur 36.000 geschätzt. Für Ökologen, die vor den negativen Folgen der stetig steigenden Besucher warnen, sind dies gute Nachrichten.
Die Saison werde schwach laufen, schreibt die International Association of Antarctica Tour Operators IAATO http://www.iaato.org. Man gehe davon aus, dass 2010 wieder ein leichter Anstieg erfolgen werde. Bis 2011 oder 2012 werde es keine Rekordauslastung geben. Umweltschützer haben schon seit Jahren vor einer größeren Katastrophe in der ökologisch sensiblen Südpol-Region gewarnt. Glimpflich verlief der Untergang des Kreuzfahrtschiffes Explorer vor zwei Jahren. Ohne Umweltschäden verlief auch der Zwischenfall der Ocean Nova, die vorige Woche nahe der argentinischen Station San Martin auf Grund gelaufen war. Je mehr Schiffe in den Gewässern um die Antarktis unterwegs sind, desto eher steigt das Risiko, dass es zu einer folgenschweren Kollision oder einem Untergang komme, warnt indes Jon Bowermaster vom National Geographic Society Expedition Council. "Typisch für diese Region sind schnell wechselnde Wetterbedingungen und andere unvorhersehbare Ereignisse. Dazu kommen noch große Distanzen zwischen den Landmassen, die eine Evakuierung schwierig gestalten."

"Die Folgen eines schweren Unfalles in den eisigen Gewässern wären katastrophal", erklärt Jim Barnes, Direktor der Antarctic and Southern Ocean Coalition http://www.asoc.org . "Die Antarktis ist eine extrem sensible Region, in der Unfälle mit Öl jahrzehntelang Spuren hinterlassen". "Der Abbau von Öl dauert in den kalten Regionen wesentlich länger als etwa in den Tropen." Die ersten Opfer wären Seevögel und auch Pinguine. "Für viele der in der Region lebenden Arten könnte das verheerende Auswirkungen haben." Einige der Umweltexperten fordern, dass Landbesucher auch nicht zu nahe an brütende Pinguinkolonien herankommen. "Für die Tiere bedeuten Menschen natürlich Stress", meint auch Helms. Prinzipiell sollte man an Brutkolonien überhaupt keine Touristen heranlassen, fordern die Ökologen.

Für IAATO-CEO Steve Wellmeier ist die Beschränkung des Tourismus nicht nachvollziehbar. Die Antarktis sei sehr groß und bekomme verhältnismäßig wenige Touristen. "Wir sprechen von einem Kontinent, der größer ist als Australien und von einer Besucherzahl, die etwa der eines Football-Stadiums entspricht. Das ist sicher kein Grund zur Panik", so Wellmeier.

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